Abstimmung vom 24.9.2017 zur Tägi AG

(JM) Abstimmungsempfehlung zur kommunalen Abstimmung vom 24.9.2017 betreffend Betreibergesellschaft für das Sport- und Erholungszentrum Tägerhard (SET).

Die vorgeschlagene Einführung einer gemeindeeigenen Aktiengesellschaft zur Führung des SET (“Tägi AG”) wird unter Anderem begründet mit einer gesteigerten „Agilität“ und transparenten Finanzen. Dabei steht die Erwartung im Raum, dass die Wirtschaftlichkeit verbessert wird, indem eine Geschäftsleitung der Tägi AG etwa die Sommernutzung der Eisfeldflächen optimiert.

Ob in diesem Kontext ein Skatepark auf ebendieser Fläche noch Raum findet darf bezweifelt werden. Da nämlich die Einflussmöglichkeiten der Gemeinde naturgemäss im selben Masse sinken wie die Selbständigkeit der Betreibergesellschaft steigt, dürfte hier die Nutzung mit dem grössten Einnahmepotential bevorzugt werden, und allfällige Wünsche der Bevölkerung werden hintenanstehen.

Es ist im Weiteren nicht ersichtlich, weshalb transparente Finanzen, und insbesondere die Betriebsbeiträge an die nutzenden Vereine (Subjektfinanzierung) nur mit einer Aktiengesellschaft und nicht auch durch einen Eigenwirtschaftsbetrieb mit separater Buchhaltung bewerkstelligt werden können.

WettiGrüen bedauert, dass der Eindruck erweckt wird, die bisherigen Betreiber hätten nicht ausreichend kundenorientiert und effizient gewirtschaftet, und bezweifelt, dass diese Fähigkeiten nur in einer Tägi AG zum Tragen kommen können.

Aus den genannten Gründen ist WettiGrüen nicht überzeugt von der Notwendigkeit einer Betreiberaktiengesellschaft und empfiehlt somit eine Ablehnung der Vorlage.