Kommentar des Präsidenten
Vielen Dank an alle WettiGrüen-Wählenden für eure Stimmen!
Leider ist es uns nicht gelungen, im Einwohnerrat den Sitz des nicht wiederkandidierenden Leo Scherer zu verteidigen, seine Panaschierstimmen haben uns definitiv gefehlt. Immerhin können wir uns damit trösten, den verlorenen Sitz an die SP weitergereicht zu haben. Dass zudem grüne Themen wie der Klimawandel und Nachhaltigkeit aktuell wenig Zugkraft entfalten haben leider auch unsere politischen und geografischen Nachbarn erfahren müssen. Ansonsten bleibt im Einwohnerrat das Meiste beim Alten, eine Erneuerungsrate von 5 Personen oder 10 Prozent wird durch die Nachrutschrate während der Legislatur jeweils deutlich übertroffen.
Bei der Wahl in den Gemeinderat sind die zugewanderten Kandidaten von WettiGrüen und SVP auf den letzten Plätzen gelandet. Die Gemeinde wird also in den nächsten Jahren weiterhin von Eingeborenen, Eingemitteten und Eingebildeten gelenkt. Bedauerlich ist die Nichtwahl von Adrian Knaup, er hätte das Gremium deutlich verjüngt und für den absehbar notwendigen Kit und Ausgleich gesorgt. Die Werbung im Wahlkampf war beeindruckend bis erdrückend, die Leserbriefflut hat selbst meine Aufnahmefähigkeiten übertroffen. In Erinnerung bleiben mir immerhin das Bild von Markus Haas im Kreise seiner lieben Parteifreunde, und das rezyklierte Porträit von Philippe Rey vor seinem Töff.
Etwas unbestritten Positives zum Schluss: Die Geschäftsleitung von Ypsomed hat in Anbetracht der Auswirkungen meiner möglichen (drohenden?) Wahl in den Gemeinderat frühzeitig die Suche nach meinem Nachfolger / meiner Nachfolgerin in Auftrag gegeben. Falls dieses Unterfangen gelingt werde ich die erhoffte Entlastung postwendend für noch mehr oppositionelle Kontruktivpolitik nutzen!