Aus die Maus für die Spezialzone Berg 

Die Sitzung startete mit Fraktionserklärungen von SVP und GLP zum Urteil des Verwaltungsgerichts betreffend Spezialzone „Berg“ für tiergestützte Therapieformen. Pro Memoria: Der Kanton (nicht sein Gericht) hatte die geplante Spezialzone als „ausnahmsweise knapp vertretbar“ bezeichnet, sehr zum damaligen Missfallen der genannten Kritiker (und von Teilen von WettiGrüen, wie die Medien korrekt berichten). In den Fraktionserklärungen wurde lustvoll dem Gemeinderats-Bashing gefrönt, und wir lernen, dass auch ein noch so hehrer Zweck die Raumplanungsgrundsätze nicht auszuhebeln vermag.

Vergangenheitsbewältigung 

Bei der Beratung des Rechenschaftsberichts 2025 glänzte die Ratsleitung bei den beantragten Nichtabschreibungen gewisser Postulate erneut durch saloppe Abstimmungsfragen „Wer dagegen ist soll jetzt aufstehen“ (tatsächlich gemeint war: Wer gegen die Nichtabschreibung des Postulats X ist soll jetzt bitte aufstehen). Trotz oder dank diesen Abstimmungskomplikationen verbleibt nun zumindest das Knallfeuerwerkspostulat auf der Agenda. Zum leidigen Rechnungsabschluss 2025 erinnerte Adi K. im Namen der Fraktion, dass das spekulative Budget ausser von der Fraktion SP/WG von allen, inklusive Stimmvolk, abgesegnet wurde. Er verwahrte sich auch deutlich gegen die angeordneten skurilen Sparmassnahmen (Stichwort Kopierstop).

FiKo auf Konfrontationskurs

Zum Verpflichtungskredit Regionale Wirtschaftsförderung im Potenzialraum Aargau Ost lag ein schlussendlich erfolgreicher Rückweisungs-/Aufschubantrag der FiKo vor, wonach erst der Standortentscheid von Hitachi abgewartet werden soll, damit präziser zwischen „jetzt erst recht“ und „jetzt noch mehr“ Wirtschaftsförderung unterschieden werden könne. Auch dem Amman war diese Argumentation nicht ganz geheuer, er weibelte aber vergebens um Zustimmung im Rat („Gänd eu än Rutsch“).

Auch zum letzten Traktandum betreffend Instandsetzung des Pfarrhauses Altenburg inkl. Umnutzung zur Tagesstruktur lag ein schlussendlich abgelehnter Rückweisungsantrag der FiKo vor wegen „fehlender Grundlagen“. Die angebliche (Nicht-)Verfügbarkeit und (Un-)Vollständigkeit der Projektgrundlagen sowie die unklare Auswirkung einer Verschiebung führte zu heftigen Wortwechseln zwischen den Baufachleuten im Saal. Die Diskussion gipfelte in der Aussage der FiKo, die Unterlagen wären „oberdürftig“ (also hart an der Schwelle zu „Obertüf“;-)